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Schlaf und chronische Krankheit

RATSCHLAG

Sébastien Landry, Sexualforscher

Von : Sébastien Landry, Sexualforscher

Veröffentlicht Es gibt 24 Tage

Wie ich meinen Patienten sehr oft sage, ist die Grundlage für ein gutes psychologisches Gleichgewicht wirklich die Qualität des Schlafs. Wenn man schlecht geschlafen hat, scheint alles schlechter zu gehen, die Schmerzen scheinen stärker zu sein und es fehlt das Urteilsvermögen, um gegen die Ängste anzukämpfen, weil das Gehirn müde ist. Wenn man also spürt, dass es einem psychisch nicht gut geht, sollte man als Erstes versuchen, seinen Schlaf zu verbessern.

Die Symptome, die mit einer chronischen Krankheit verbunden sind, können den Schlafrhythmus und die Nächte weitgehend stören. Laut INSERM (ein französisches Forschungsinstitut) leiden 30-50 % der Menschen mit chronischen Krankheiten an Schlafstörungen. 

Es ist auch wahrscheinlich, dass bestimmte Medikamente die Qualität des Schlafs ebenfalls beeinträchtigen. Beispielsweise können die Nebenwirkungen einiger Chemotherapien körperliche Beschwerden verursachen, die das Einschlafen erheblich beeinträchtigen oder zu nächtlichem Aufwachen führen können. Ebenso kann Kortison verschrieben werden, um mögliche entzündungsbedingte Schmerzen zu reduzieren. Die neuropsychiatrischen Nebenwirkungen, die man als "euphorisierend" bezeichnen kann, erleichtern den Schlaf keineswegs, es ist sogar eher das Gegenteil der Fall; sie neigen dazu, eine Form von Erregung hervorzurufen, die das richtige Einschlafen verhindert.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die absolute Vermeidung eines Fernsehers im Schlafzimmer, der angeblich "beim Einschlafen helfen" soll. Was sehr häufig passiert, ist, dass der Fernseher die ganze Nacht über eingeschaltet bleibt, was die Schlafqualität erheblich beeinträchtigt, schon allein deshalb, weil das Licht, das vom Bildschirm ausgeht, das Gehirn daran hindert, Melatonin richtig zu produzieren - das Hormon, das für einen guten Schlaf sorgt.

Schließlich ist es, wie bei jedem Versuch, ein Problem zu lösen, wichtig, all die kleinen Lösungen aufzulisten, die zur Verfügung stehen, denn oft ist es die Summe dieser kleinen Lösungen, die das Problem lösen wird. Die Qualität einer Matratze, die zu hart oder nicht hart genug ist, die Atmosphäre in einem Zimmer oder auch ein Kräutertee... sind vielleicht allesamt Trümpfe, die den Schlaf und die Lebensqualität nach und nach verbessern können.

Ich wünsche Euch schon jetzt eine gute Nacht!

Sebastien Landry

Psycho-Sexologe

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