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Traurigkeit und Krankheit: Ratschläge von Giacomo Di Falco!

RATSCHLAG

Giacomo di Falco

Von : Giacomo di Falco

Veröffentlicht Es gibt 9 Monate

"Vielleicht hast Du das Gefühl, dass Du viel öfter weinst als sonst? Das ist traurig und es ist sehr verständlich! Seit Du von der Krankheit erfahren hast, bist Du sicherlich sehr aufgewühlt. Und Weinen ist eine Möglichkeit, diese Traurigkeit als Gefühl auszudrücken. Weinen ist keine Krankheit! Es kann vorkommen, dass Du diese Tränen verbirgst, um Deine Angehörigen zu schützen und das ist eine verständliche Entscheidung. Aber so zu tun, als gäbe es die Traurigkeit nicht, hieße, ihr noch mehr Intensität zu verleihen: Du musst Dir also erlauben, sie zu erleben, so weit wie möglich. Eine sehr aktuelle Studie (2014) von Forschern der Universität Berlin zeigt, dass das Hören von trauriger Musik, wenn man traurig ist, glücklicher macht. Es kommt darauf an, mit seinen Gefühlen im Einklang zu sein, damit man sie "bereinigen" kann.

Es ist ganz normal, dass man während der Behandlung traurig ist. Symptome, die mit der Krankheit oder den Nebenwirkungen der Behandlung zusammenhängen, können Dein Gesundheitsempfinden beeinträchtigen und Dich dazu zwingen, Aktivitäten aufzugeben, die Dir früher Freude bereitet haben. Es ist normal zu weinen und Trauer, Frustration und Entmutigung zu empfinden.

Es ist wichtig, Orte zu finden, an denen man all diese Gefühle ausdrücken kann und wo man den Tränen freien Lauf lassen kann. Dies kann mit einem vertrauenswürdigen Freund, Deinem Arzt oder einem Psychologen geschehen, wenn Du das Gefühl hast, dass er sich Deine schmerzhaften Gefühle über Deine Krankheit anhören kann.

Lass diese Momente der Traurigkeit so oft wie möglich zu, ohne sie zu verleugnen, ohne so zu tun, als ob es sie nicht gäbe. Der beste Weg, der Traurigkeit zu entkommen, ist, sie zu leben. Jeder Moment wird wie alles andere sein: mit einem Anfang und einem Ende.

Wenn die Traurigkeit jedoch über einen längeren Zeitraum anhält und Deine Lebensqualität erheblich beeinträchtigt, solltest Du Deinen Hausarzt aufsuchen. Er oder sie kann Dir helfen, Wege aus der Krise zu finden und zu verhindern, dass sie in eine Depression umschlägt.

Giacomo Di Falco

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