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Was genau bedeutet es, gesund zu sein?

RATSCHLAG

Giacomo di Falco

Von : Giacomo di Falco

Veröffentlicht Es gibt 2 Monate

Heute ist der Weltgesundheitstag! Aber was genau bedeutet es eigentlich, "gesund zu sein"? Manchmal hat man das Gefühl, dass man dieses Wort so gut kennt, dass man nicht mehr genau weiß, was es bedeutet. Die WHO erinnert uns daran, dass "Gesundheit ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens ist und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen bedeutet".

Ich habe die beiden Wörter fett gedruckt, weil es manchmal so aussieht, als würden sie auf dem Weg zur Behandlung einer chronischen Krankheit vergessen werden, sowohl auf der Seite des Behandelten als auch auf der Seite des Betreuers! Der Körper nimmt oft den ganzen Platz ein, aber wenn der Geist nicht mitmacht, ist das eindeutig nicht hilfreich. Schmerzen, Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Müdigkeit wirken sich natürlich auch auf die Moral aus. Und wenn wir sozial isoliert sind, uns einsam fühlen oder wenig Hilfe bekommen, kann dies ebenfalls ein großes Problem darstellen.

 

Studien zeigen heute zum Beispiel, dass lang anhaltender Stress den Körper belastet und im Gegenzug das Immunsystem unterdrückt.

Deshalb möchte ich daran erinnern, wie wichtig es ist, diese drei Faktoren gleichberechtigt und integrativ in der großen Gleichung der Behandlung zu betrachten. Wenn die Behandlung, die Du erhältst, Dir zu viele Probleme bereitet und Deine Moral auf den Kopf stellt, dann solltest Du dies unbedingt den Ärzten mitteilen, die Dir zuhören und eine Pause im Kampf gegen die Krankheit einlegen werden. Man soll alle unterstützenden Maßnahmen ausprobieren, die helfen können, die mit der Krankheit oder der Behandlung verbundenen Unannehmlichkeiten zu verringern: eine Sitzung bei einem "Psychiater" oder Hypnose, wenn es Dir nicht gut geht (Du musst Dich nicht in eine langwierige Psychoanalyse stürzen), eine Sophrologie- oder Akupunktur-Sitzung oder alles andere, was Dir gut tut, ist gut, um Deine Gesundheit so weit wie möglich zu erhalten. Es gibt keine kleinen Maßnahmen in dieser Richtung. Es geht darum, den Impuls für neue Projekte zu finden, die für die Aufrechterhaltung der Moral grundlegend sind. Es ist auch wichtig, sich bewusst zu machen, dass Isolation keine Lösung, sondern eher ein Problem ist.

So wie der Frühling, der - man muss nur aus dem Fenster schauen, um sich dessen bewusst zu werden - ein positiver Kreislauf ist, ist es wichtig, diese Gelegenheit wieder in unser Leben einzuladen. Wenn man auf diese drei Dimensionen der Gesundheit achtet, kann man einen Teufelskreis aus unerwünschten Wirkungen und Schmerzen in einen Tugendkreis aus Freuden, verschiedenen Projekten und Ausflügen mit Freunden umwandeln - kurz gesagt: sein Leben zurückgewinnen. Nach dem Regen kommt das gute Wetter; nach der Nacht kommt das Licht.

 

Giacomo Di Falco, Psycho-Onkologe

 

 

 

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