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Wenn die Krankheit meine Verführungsfähigkeit beeinträchtigt!

RATSCHLAG

Sébastien Landry, Sexualforscher

Von : Sébastien Landry, Sexualforscher

Veröffentlicht Es gibt 4 Monate

Aber worüber sprechen wir eigentlich? Sich attraktiv zu fühlen, sich selbst zu gefallen, anderen zu gefallen, mit einer Person in ein Verführungsspiel einzutreten - all das definiert den Begriff der Verführungsfähigkeit! Und ja, diese Fähigkeit besteht darin, jemanden zu verführen und ihn dazu zu bringen, einer sexuellen Beziehung zuzustimmen, aber dafür ist es wichtig, dass man sich selbst gefällt. Und ja! Wie kann man sich vorstellen, jemandem zu gefallen, wenn man sich selbst nicht mag?

Seit Beginn dieser Krankheit, dieser Behandlungen, hast Du vielleicht viele körperliche und/oder psychische Veränderungen erlebt.

Der ganze Körper wird schwächer, was zu einem Gefühl des Unwohlseins führt, sowohl physisch als auch psychisch. Starker Gewichtsverlust oder -zunahme, Muskelschwund, Haarausfall bei bestimmten Krebserkrankungen usw. wirken sich auf die Verführungsfähigkeit aus, da das Körperbild verändert wird. Laut Paul Schilder ist das Körperbild "das Bild unseres eigenen Körpers, das wir in unserem Geist formen, mit anderen Worten, die Art und Weise, wie unser Körper uns selbst erscheint".

Jedes Gesundheitsproblem kann das Körperbild stören und damit auch die Fähigkeit zu verführen. Aber wie kann man diese Situation verbessern?

Hier sind einige Tipps, die ich Dir empfehlen kann. 

Sei Dir selbst gegenüber wohlwollend

Auch wenn Du das Gefühl hast, weniger attraktiv und begehrenswert zu sein, solltest Du versuchen, vor dem Spiegel weniger negativ zu sein! Dein Körper hat sich zwar verändert, aber Du nicht! Du bist immer noch derselbe Mensch, mit all seinen Vorzügen und Fehlern. Sieh Dich mit Wohlwollen an, nicht alles ist hässlich! Dein Lächeln und Deine Augen zum Beispiel haben sich sicherlich nicht verändert. Lass nicht zu, dass Deine negativen Gefühle, die durch die Krankheit und/oder die Behandlungen hervorgerufen werden, Deine Sicht auf Dich selbst verändern. Ich empfehle Dir, Dich vor den Spiegel zu stellen und Dich mit einer gewissen objektiven Analyse anders zu betrachten. Was sind die positiven Aspekte Deines Aussehens, die Du hervorheben solltest, und was sind die negativen Aspekte. Überlege Dir, was Du tun kannst, um die Situation zu verbessern. Nehmen wir als Beispiel eine Gewichtszunahme... vielleicht einen Ernährungsberater, einen Diätassistenten, einen Psychologen aufsuchen und Sport treiben. Ich empfehle Dir, Dich an einen Lehrer für angepasste körperliche Aktivität (APA) zu wenden, der mit den Auswirkungen der Krankheit und der Behandlung vertraut ist.

Die Bedeutung von Berührungen

Dein Körper wurde von den Ärzten vielleicht zu sehr manipuliert und untersucht. Es liegt an Dir, wieder Freude an Deinem eigenen Körper zu finden. Selbstmassage, indem Du Dich auf Deine angenehmen oder unangenehmen Empfindungen in den verschiedenen Bereichen Deines Körpers konzentrierst. Sobald Du diesen "Scan" durchgeführt hast, ist es an Dir, die angenehmen Stellen zu betonen, um Freude zu empfinden, die sogar sexuell sein kann! Es ist wirklich wichtig, dass Du wieder eine freundschaftlichere Beziehung zu Deinem eigenen Körper aufbaust.

Entspannung und Sophrologie

Die Techniken der Entspannung und der Sophrologie zielen darauf ab, psychische Spannungen durch das Erlernen von Muskelentspannung abzubauen. Ziel ist es immer, Werkzeuge bereitzustellen, die es ermöglichen, ein besseres Wohlbefinden zu finden. Dies ermöglicht einen objektiveren und damit positiveren Blick auf sich selbst.

Körperausdruck – andere Möglichkeiten

Andere Körpervermittlungen wie Entspannung, Sophrologie, Körperausdruck, körperliche Aktivität, oder Kunsttherapie zielen ebenfalls auf eine bessere Integration physischer und psychischer Aspekte ab und werden hauptsächlich über den Körper vermittelt. Der Körper, so wie ich ihn betrachte, ist nicht nur physisch, sondern auch ein Ort, an dem Affekte, Vorstellungen und Emotionen zum Ausdruck kommen, und er ist ein Werkzeug für die Beziehung zu anderen.

Schließlich hast Du sicherlich verstanden, dass man an der Verführungsfähigkeit, die durch die Krankheit beeinträchtigt wird, arbeiten muss! Das ist nicht so einfach, aber Du kannst mit Hilfe ein positives Körperbild wiedererlangen. Sexualtherapeuten oder Psychologen können Dir auch in Bezug auf Deine sexuellen Probleme helfen und sie können Dir auch Hinweise geben und Dir helfen, Deine Verführungsfähigkeit wiederzuerlangen, die möglicherweise der Grund für Deine sexuellen Probleme ist.

Sébastien Landry

Psycho-Sexologe

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